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13. Oktober 2013

Amüsant und lecker: auf nach Rothenburg und ins Remstal!

Zum Schmunzeln: Kunst am Strümpfelbacher Skulpturenweg

Zum Schmunzeln: Kunst in Strümpfelbach

Adieu, Herbst-Tristesse! Land auf, Land ab tut sich der Veranstaltungskalender in diesen Wochen mit reizvollen Arrangements hervor, die selbst dem vermeintlich grauen November eine bunte Seite abtrotzen. Mal urig, mal schaurig-schön: Zwei Beispiele aus unserer Rubrik „Urlaub für 2 in Süddeutschland“ – wie geschaffen für eine kleine Auszeit zu zweit.

Idealer Stimmungsaufheller: eine kulinarische Entdeckungstour durch das fränkische Mittelalter-Idyll Rothenburg ob der Tauber. Wer kennt es nicht: das berühmte Trio aus Sieberstor, Plönlein und Kobolzeller Tor? Geradezu märchenhaft wirkt das Ensemble im Herbst, wenn sich abendliche Stille über die Gassen Rothenburgs legt. Eine gute Gelegenheit für einen Wochenendtrip bietet sich an den ersten beiden Samstagen im November: Jeweils ab 18:30 Uhr zieht man unter fachkundiger Führung auf einem kulinarischen Stadtrundgang durch die Gassen von Deutschlands schönster Puppenstube. Zum Arrangement gehört ein 6-Gänge-Menü mit fränkischen Spezialitäten. Zu jedem Gang reicht man ein Glas Wein oder Mineralwasser. Darüber hinaus gibt’s als Präsent ein kleines Kochbuch. Termine: 2. und 9. November. Info und Anmeldung: Hotel & Gasthof Rappen, Tel. 09861 95710.

Schwäbisches Fachwerk und Weinberge, wohin das Auge reicht – das ist Strümpfelbach im sonnigen Remstal. Das Idyll, kleinster Ortsteil der 26.000 Einwohner großen Gemeinde Weinstadt, ist bei Wanderern sehr beliebt. Grund dafür sind nicht zuletzt seine lauschigen Wengerter-Höfe, die gerade im Herbst zu einer Weinprobe mit Vesper einladen. Selbst einen privaten Barrique-Keller gibt es hier. Etwas, worum die Gemeinde weithin beneidet wird: Kunst im Weinberg! Hier, wo sich Tausende von Weinstöcken über sanft ansteigende Rebengassen verteilen, haben Geistiges & Geistreiches zu einer charmanten Alliance zusammengefunden.

Unter dem Motto „Kultur trifft Natur“ lädt das idyllische Strümpfelbach am 27. Oktober zu einer Entdecker-Tour entlang des Skulpturenpfads mitten durch die Weinberge ein. Die 39 Skulpturen, die den Pfad säumen, entstammen aus drei Generationen einer Künstlerfamilie: Bronze-Arbeiten von Professor Fritz Nuss und dessen Sohn Professor Karl-Ulrich sowie Stein-Skulpturen von Christoph Traub, dem Enkel von Prof. Fritz Nuss.

Gute Laune verbreiten die Plastiken aus der Werkstatt von Prof. Karl Ulrich Nuss. Der 1943 in Stuttgart geborene und seit 1970 freischaffende Bildhauer wohnt selbst am Ort und gewährt den an seinem Anwesen vorbeiziehenden Besuchern bereitwillig Einblick in seinen Garten, der von etlichen teils skurrilen Figuren bevölkert ist. Mal mühen sie sich – nackt, wie der Künstler sie schuf – um einen halbwegs passablen Handstand. Mal suchen sie – hier die Frau, dort der Mann – ausdrucksstark Halt aneinander. Und immer muss man schmunzeln angesichts der skurrilen Verrenkungen, die ahnen lassen, dass dem Künstler bei ihrer Entstehung der Schalk im Nacken gesessen haben muss. Nächster Termin: Sonntag, 20. Oktober, 14.00 Uhr.

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