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21. Juli 2017

Sommerfreuden in Ostbayern: Auf dem BierRadlWeg durchs Passauer Land!

Einfach von Biergarten zu Biergarten radeln: Nicht der schlechteste Plan, wenn die Tage noch lang und heiß sind – und der weiß-blaue Himmel selten regenverhangen. Beneidenswert, wer sich bei hochsommerlichen Temperaturen ein schattiges Plätzchen unterm Kastanienbaum sichern kann! Tief im Osten Bayerns, im Passauer Land an der Grenze zu Oberösterreich, gehören ein kühles Helles oder ein süffiges Weizen zu einem gemütlichen Sommertag unbedingt dazu. Und entlang dem neuen BierRadlWeg muss es ja nicht bei nur einem Glas bleiben.

Die beste „Unterlage“ für eine gute Halbe ist eine bayerische Brotzeitplatte, die traditionell einfach und schnell zubereitet wird: Basis ist die berühmte bayerische „Brenz’n“ oder deftiges Bauernbrot. Dazu gibt es kalten Schweinsbraten (gern auch in der Tellersülze), hausgemachten Pressack, gehaltvollen Käse, ein paar Zwiebelringe und natürlich den „Obazd’n“ – den pikanten Aufstrich aus reifem Camembert, der mit Butter, fein gehackten Zwiebeln, Salz, Pfeffer, viel Rosenpaprika, Kümmel und einen Schuss Weißbier cremig verrührt wird. Und wenn es für Weißwürste nach dem Zwölfuhrläuten schon zu spät ist, bietet sich alternativ auch eine frisch geräucherte Forelle an.

Vor allem aber auf den Gerstensaft kommt es an! Bier ist überhaupt die flüssige Spezialität im Passauer Land. Die Auswahl ist groß: Heimische Brauereien gibt es noch viele und sie alle brauen nach dem bayerischen Reinheitsgebot. Ausgeschenkt werden unterschiedlichste Sorten, die mit jedem Gericht harmonieren.

Zum Hochgenuss wird da ein Sommerausflug mit Brotzeitkorb auf dem Fahrradständer! Ideal geeignet dafür: der BierRadlWeg, der von Vilshofen an der Donau nach Aldersbach führt. Mit gerade mal 13 Kilometern Länge stellt er keine besonderen Ansprüche an die Kondition – eher schon an die Lachmuskeln, denn unterwegs erwarten den Radler einige Stationen, die den Themenkreis Bier, Bayern und Radfahren humorig zusammenbinden. Als standesgemäßes Ziel der Fahrt bietet sich ein Besuch in der Klosterbrauerei an, in der man sich an Ort und STelle auch gleich selbst im Bierbrauen versuchen kann. Wer’s gemütlicher mag, bewegt sich gleich in Richtung Bräustüberl, holt sich seine frische Maß Bier beim Schankkellner und packt die mitgebrachte Brotzeit aus. Dagegen hat man hier nämlich nichts einzuwenden.

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