Reisetipps für Bayern, Schwaben, Tirol, das Trentino und die Adria

19. Mai 2017

Im Urlaub selbst Salben und Öle herstellen – bei der Kräuterpädagogin im Bayerischen Wald.

So viele funkelnde Perlen hat der Südliche Bayerische Wald anzbieten – und meist sind sie unspektakulär. Doch genau das vervielfacht auch ihren Erholungswert: Hier darf man loslassen, entspannen, wieder zu sich finden. Bestes Beispiel: der Frongahof im 600-Seelen-Dorf Böhmzwiesel, ein Kleinod der Gastlichkeit im Landkreis Freyung-Grafenau. Hier dreht sich alles um wilde Kräuter und die Gelassenheit des Augenblicks.

Um Viertel nach vier ist Birgit Eckerl wieder ganz in ihrem Element: Mit ihren Hofgästen startet sie heute zu einer Wildkräuterwanderung. Schon tags vor, am Stammtisch, haben sich die Teilnehmer angemeldet – schließlich sind die kleinen Exkursionen der Kräuterpädagogin heiß begehrt und die meisten Gäste des Frongahofs auch aus diesem Grunde hierhergekommen.

Die Geschichte des Frongahofs reicht Jahrhunderte zurück. Damals wie heute legt der Familienbetrieb allergrößten Wert auf ein Leben ganz im Einklang mit der Natur. Das heutige Hofgebäude entstand in ökologischer Bauweise, das individuelle Mobiliar aus heimischen Hölzern, verarbeitet von Schreinern in der Region. Beste Voraussetzungen, um als Gast herunterzuschalten und sich wieder auf das Wesentliche zu besinnen. Überall duftet es nach frischem Heu, man streichelt putzige Kälbchen und sieht den Kätzchen beim Schnurren zu.

So viel idyllische Natur – was für ein Geschenk! Birgit Eckerl reicht es mit großer Liebe zum Detail an ihre Urlaubsgäste weiter. Als sachkundige „Botschafterin der Natur“ macht sie einen jeden gern mit den Schätzen aus Wald und Wiese vertraut. Hier im Wildkräutergarten gibt es viel zu erklären und fast auf Schritt und Tritt etwas Neues zu entdecken: Ihre Mit-Spaziergänger halten inne, staunen. Dem einen oder anderen öffnen sich jetzt, vielleicht zum ersten Mal, die Augen: So haben sie die Natur noch nicht gesehen!

Wieder zurück am Frongahof, dürfen die Urlauber selbst aktiv werden: Unter Anleitung ihrer Gastgeberin verarbeiten sie die gesammelten Kräuter von eigener Hand zu Salben oder Seifen verarbeitet – zum Beispiel zu Naturkosmetik aus Ringelblumen. Auch Kräuteressig, Kräuteröl oder aromatische Kräutersäckchen werden, gleich im Anschluss an eine Wanderung, hergestellt.

Neuerdings kann der Urlauber auch in einem von drei puristisch modernen Ferienchalets logieren, ein jedes mit zwei getrennten Schlafzimmern, einer Wohnküche, einer großzügigen, überdachten Terrasse sowie einem Badezimmer plus separatem WC. Eines der Chalets verwöhnt zusätzlich mit einer Wärmekabine und einer Schwebeliege auf der Veranda.

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