Reisetipps für den Urlaub in Bayern oder ein paar freie Tage zu zweit

5. Juni 2012

Einkehrschwung: Fünf Restaurant-Tipps für Freyung.

Das Wirtshaus „Zum Kleinod“
Foto: Zum Kleinod

Zumindest einmal im Urlaub gepflegt essen gehen – das verordnet sich wohl jeder Urlauber. Und je nach Urlaubskasse wird diese Ankündigung üblicherweise auch gerne eingelöst. Wer nun denkt, in Freyung stünde man mit dem Drang nach einem kulinarischen Erlebnis auf verlorenem Posten, hat seine Rechnung ohne den Ehrgeiz der hiesigen Wirte gemacht: Mindestens fünf Adressen verdienen vorrangige Empfehlung …

Vorneweg, natürlich: der Landgasthof Schuster in Freyung-Ort. Freyungs weithin gerühmter Gourmand-„Tempel“ trägt die Handschrift von Leopold Schuster, dessen Küche aktuell unter anderem zwei Gaullt Millau Hauben zieren. Und der Feinschmecker vergab immerhin zweimal „FF“. Schuster kocht seit seinem 16. Lebensjahr. Gelernt hat er in Passau, ausgedehnte Wanderjahre bei Steigenberger, Mövenpick (Genf), dem „Erbprinz“ in Ettlingen bei Karlsruhe und dem Europäischen Hof (Heidelberg) erweiterten den Horizont. Heute beweisen Leopold Schuster und seine Frau auch in Sachen Wein großen Sachverstand: Die Weinkarte führt weit über 200 Kreszenzen aus Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien und Spanien auf.

Zentraler geht’s kaum: Damit wäre die Lage des unlängst wiedereröffneten Wirtshauses „Zum Kleinod“ und – vis-à-vis – der der Pizzaria „Da Antonio“ in Freyung schon trefflich beschrieben. Stellt das „Kleinod“ eine gutbürgerliche Bereicherung des Freyunger Gastronomie-Angebots dar, so führt am Italiener gegenüber nichts mehr vorbei. Bereits die Anfahrt ist problemlos. Parkplätze – wenn auch nicht allzu zahlreich – gibt’s vorm Haus. Wenn’s eng wird, läuft man eben ein paar Meter: Die städtische Tiefgarage liegt gleich nebenan. Die Öffnungszeiten: ebenfalls sehr gästefreundlich. Offen ist täglich von 11 bis 14 Uhr und von 17 bis 24 Uhr, nur am Samstag Nachmittag gönnt sich der Wirt eine Pause. Das Interieur wirkt modern und elegant, die Sauberkeit überzeugt. Flotter Service, die Pizza kommt „resch“, also „knusprig“ auf den Tisch. Un ristorante da raccomandare.

Empfehlung Nummer 3 führt Sie nach Falkenbach – am besten gleich zu Fuß, denn vom Geyersberg erreichen Sie die Tafernwirtschaft „Zum Danibauer“ auf dem Panoramaweg fußläufig in gemütlichen 20 Minuten. Das macht Laune und Appetit. Und der ist im Hoheitsgebiet von Eva Gruber und ihrer Küchencrew bestens ausgehoben. Sowohl in der alten Stube (mit dem Kachelofen) als auch – sommers – im Vierseithof sitzt man sehr angenehm. Und wer das Glück hat, am Tisch gleich neben der steineren Zisterne einen Sonnenplatz zu finden, der wird – zum Beispiel bei einem Gläschen österreichischem Veltliner – mit ein wenig Südtirol-Feeling belohnt.

Last, but not least: Das Freyunger Seehaus, gelegen an einem kleinen Stausee, ist Bistro, Restaurant und Biergarten in einem. Letzterer erfreut sich großer Beliebtheit. Das Seehaus bietet innen 100, im Biergarten 70 Sitzplätze. Das Highlight ist die durchgehend warme Küche. Anders als der Name des Hauses vermuten ließe, speist man hier eher rustikal.

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