Reisetipps für den Urlaub oder ein paar freie Tage zu zweit in Bayern

3. April 2020

Warum Bamberg Ihr erstes Reiseziel nach Corona sein könnte.

Den Alltagsstress an der Hotelrezeption abgeben. Nichts müssen, einfach sein. Das wünscht sich wohl jeder, der einen Urlaub zu zweit bucht. Lust auf einen Städte-Reisetipp für das Leben nach Corona? Freuen Sie sich doch jetzt schon mal auf – Bamberg!

Bamberg und Rom: Zumindest in einem Punkt kann es die romantische Kaiser- und Bischofsstadt in Oberfranken locker mit der ewigen Stadt aufnehmen: Auch sie wurde auf sieben Hügeln erbaut. Und ein Welterbe-Siegel der UNESCO trägt das 77.000 Einwohner zählende Bamberg ebenso: 1993 wurde ihre Altstadt in die Liste der besonders schützenswerten Kulturgüter aufgenommen. Mehr als 1.000 denkmalgeschützte Gebäude gibt, eine der größten weitgehend unversehrt erhaltenen Stadtkerne weit und breit.

Gerade zu Fuß lassen sich die vielen Scholkoladenseiten Bambergs hervorragend erkunden. Das wahrscheinlich beliebteste Ziel ist das Alte Rathaus, das äußerst malerisch auf einer Flussinsel inmitten der Regnitz thront. Unbedingt besuchen sollten Sie „Klein Venedig“, die ehemalige Fischersiedlung. Und dann natürlich den Domplatz mit dem Kaiserdom romanisch-gotischen Stils, mit der barocken Neue Residenz und der Alten Hofhaltung – die stammt aus der Renaissance. Allesamt monumentale Bauwerke und damit deutlich größer als das vielleicht bekannteste Wahrzeichen Bambergs, der Bamberger Reiter.

Um das Reiterstandbild ranken sich viele Mythen und Legenden. Unstrittig ist: Der Bamberger Reiter ist alt, sehr alt, sogar das erste lebensgroße Reiterstandbild seit der Antike. Aus acht Sandsteinen ist es zusammengesetzt, erst seit der französischen Gotik war diese Skulptur-Technik wieder in Gebrauch. Ein bis heute ungeklärtes Rätsel ist, wen das Kunstwerk eigentlich darstellt. Manche vermuten hinter dem Reiter König Philipp von Schwaben, der – wie die Skulptur – keine Waffe trug, als er 1208 ermordet wurde. Andere sehen in ihm den Heiligen Stephan, der der Überlieferung nach einst auf dem Rücken eines Pferdes in den Dom gelangt sein soll.

Richtig oder falsch. Ganz ohne Zweifel ein Muss ist die Einkehr in eine der Bamberger Biertempel. Oberfranken ist Bier-Region und eine Kostprobe des Bamberger Rauchbiers Teil des Pflichtprogramms. Schon seine Brauart macht es einmalig: Hopfen und Malz werden traditionell über offenem Feuer getrocknet. Das verleiht dem „Schlenkerla“ eine besonders rauchige Note. Dieser markante Geschmack, den die Brauer früher möglichst dezent halten wollten, ist heute das Erkennungsmerkmal des in aller Welt geschätzten Bamberger Exportartikels.

Wo übernachten? Im Altstadt Hotel Molitor bekommt man das Doppelzimmer bereits ab 49 Euro pro Nacht. Gute fränkische Küche verspricht der „Kachelofen“ in der Oberen Sandstraße.

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