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4. März 2015

Ende Juni/Anfang Juli: Neuburgs Fest der Renaissance!

Mit seiner reizvollen Lage im Donautal – eingefasst von Fränkischer Alb, Donaumoos und dem größten Niedermoor Süddeutschlands, mit seinem monumentalen Altstadt-Ensemble, mit seinen verwinkelten Gassen und den von weither grüßenden Rundtürmen der Schlossfassade verbreitet das oberbayerische Neuburg eine verträumte Postkartenidylle. Richtig laut wird’s nur alle zwei Jahre. wenn das Renaissance-Städtchen – eines der ältesten in ganz Bayern – in den Feier-Modus schaltet. Dann ist Schlossfest in der Ottheinrichtsstadt! Notieren Sie sich hinter die beiden folgenden Wochenenden im Kalender doch schon mal ein großes ND: 26. bis 28. Juni und 3. bis 5 Juli!

Sie kennen Ingolstadt und sind auch schon mal durch das erstaunlich urbane Universitätsstädtchen Eichstätt geschlendert? Dann sollten Sie beim nächsten Mal die Lücke schließen und unbedingt auch das benachbarte Neuburg a.d. Donau ansteuern. Denn das so ziemlich allen Städten Bayerns eines voraus: Nirgendwo sonst machen die großen Sendeanstalten des Landes – der Bayerische Rundfunk und Antenne Bayern – öfter Station als hier. Wer sich in der 28.000-Einwohner-Stadt umsieht, versteht, warum. Das schöne Neuburg ist der ideale Schauplatz für Events und außerdem ein kultureller Hotspot, der – selbst kulturell betrachtet – gegenüber den großen drei bayerischen Metropolen alles andere als blass aussieht. Oder wussten Sie schon, dass Neuburgs Sammlung flämischer Barockmalerei internationalen Rang hat, übertroffen nur vom Prado in Madrid und der Münchner Alten Pinakothek?

Neuburg, die Kulturstadt. Neuburg, der Veranstaltungs-Hotspot. Dass sich beides bestens ergänzt, lässt sich am letzten Juni- bzw. am ersten Juli-Wochenende live miterleben. Dann, wenn zum Schlossfest wieder mehr als 100.000 Besucher erwartet werden und für sechs Tage das Renaissance-Zeitalter des Pfalzgrafen Ottheinrich wiederauferstehen darf. Die ganze Stadt spielt und feiert mit: beim historischen Tanz im Schlosshof, beim großen Festumzug und natürlich erst recht beim Brillant-Feuerwerk, für das die Donau die perfekte Kulisse bildet. Naheliegend, dass so ein Gesamtkunstwerk auch nach standesgemäßer Bleibe verlangt. Für Ihren Schlossfest-Aufenthalt zu zweit empfiehlt sich zum Beispiel die Ferienwohnung „Insel mit Schlossblick“, nur einen Katzensprung vom Festgeschehen entfernt. Übrigens: Ihre Gastgeber – ein gebürtiger Schweizer mit Kindheit in Paris und seine ungarische Frau – erweisen sich als besonders kunstsinnig. Wer mag (und kann), darf ich hier Klavier spielen. Zwei Nächte auf der Donauinsel kosten 200 Euro.

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