Reisetipps für Bayern, Schwaben, Tirol, das Trentino und die Adria

4. Januar 2017

Berge, Wasser, gesunder Schlaf: Drei Traumziele in Oberbayern.

Den See vor der Haustür und ein grandioses Bergpanorama gleich mit dazu – das ist für den, der keine weiten Reisen scheut, an vielen Orten der Welt zu bekommen. Aber zu Hause in Deutschland? TraumPanorama hat drei Ziele im bayerischen Oberland besucht, die alles bieten – und noch dazu recht schnell erreichbar sind.

Entschleunigt ans Ziel! Auf dem Weg zu unserer ersten Destination haben wir die Bahn bestiegen: in München/Hauptbahnhof. Mit der Bayerischen Oberlandbahn geht es von der Landeshauptstadt im Stundentakt zu den Bahnhöfen Tegernsee oder Fischhausen-Neuhaus. Mit einem tagesgültigen Oberland-Ticket oder einem Guten-Tag-Ticket reist auch die begleitende Person ermäßigt. Am Zielbahnhof wechseln wir auf die Busse des Regionalverkehrs Oberbayern (RVO). Hier zeigen wir in den nächsten Tagen einfach unsere Gästekarte vor, die wir im Hotel erhalten haben; damit fahren wir sogar gratis. Unser verlängertes Wochenende verbingen wir am Spitzingsee – und zwar genau an seinem südlichen Ende: in der Historischen Alten Wurzhütte, direkt am See. Es gibt eine Gaststube für 160 hungrige Besucher und 36 Gästezimmer, die hier – wohl aus Tradition – noch Fremdenzimmer heißen. Klingt nicht sehr gastlich, ist es aber doch. Außerdem geht die fesche Hütteninhaberin nicht nur mit der Mode, sondern auch mit der Zeit: W-LAN ist gratis, die Schmankerlküche brilliert mit Bio-Produkten aus der Region, und wohl auch darum lässt sich am Nachbartisch schon mal ein bekanntes Fernsehgesicht sehen.

Zu unserem zweiten Ziel – Oberreitlehen in der Bischofswiesener Gnotschaft Stanggaß im Berchtesgadener Land – muss man sich See oder Fluss gar nicht mal dazudenken! So wie alles ist, ist es perfekt. Exklusive Ferienwohnungen im Holzblockhaus, strikt ökologisch – und die Aussicht: unglaublich. Die Vokabel „unverbaut“, von der wir auf der Homepage lesen: glattes Understatement! Tatsächlich darf der Blick grenzenlos schweifen – und das, was er festhält, schmeichelt der Seele. Watzmann und Hochkalter, so bullig wie sie erscheinen, zeichnen grafisch klare Silhouetten in den Himmel. Immerzu ziehen sie den Blick auf sich, was hilfreich sein kann bei der Orientierung. Besonders lohnenswert ist die Aussicht von der Kastensteinerwand-Alm. Das traumhaft schön gelegene Ausflugsziel, von den Einheimischen „Wandei“ genannt, ist ein absolutes Muss für jeden, der sich an Köstlichkeiten auf dem Teller und einer sensationellen Aussicht (auf die Berchtesgadener Alpen) nicht sattsehen kann. Ob von drinnen oder auf der Panoramaterrasse: der Appetit wird Ihnen nie vergehen.

Vorschlag Nummer 3: die Mooslehen-Klause im Schönau am Königssee – zwei Ferienwohnungen für zwei bzw. für bis zu vier Personen. Strom, Heizung, Bettwäsche, ja selbst die Endreinigung ist hier inklusive. Exklusiv: die Ausstattung aus Zirbenholz und der fast schon garantiert gute Schlaf. Stress? Hat gegen die stoische Gelassenheit des Alpenpanoramas keine Chance. Schon mit der Ankunft scheint die Uhr in den Stand-by-Modus zu wechseln. Das Einzige, was hier zum Aufbruch mahnt, ist die Unternehungslust. Zur RVO-Bushaltestelle „Kohlhiasl“ sind es zu Fuß fünf Minuten. Dann geht es auch von hier kostenlos weiter, zum Beispiel Richtung Königssee und Berchtesgaden. Wohl am intensivsten genießen lässt sich ein Königssee-Tag im Frühling übrigens vom Fahrrad aus. Die malerischsten Postkartenmotive bietet der Bodensee-Königssee-Radweg, einer von drei Radfernwegen, die durch das Bayerische Alpenvorland führen. Schmucke Orte wechseln mit märchenhaften Bauwerken – und immer mit dabei: Landschaften wie aus dem Bilderbuch, die sich immer wieder zu traumhaften Panoramen öffnen.

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