Reisetipps für Bayern, Schwaben, Tirol, das Trentino und die Adria

25. März 2016

Wo Ihnen am Bodensee jetzt die schönsten Reisemomente blühen.

Deutschlands größter See, augenzwinkernd gerne als „Schwäbisches Meer“ bezeichnet, ist Projektionsfläche ganz unterschiedlicher Reisesehnsüchte. Zum einen für die, denen das Mittelmeer zu weit ist, und dann für all die anderen, die dem Traum vom Süden gerne eine vertraute Note geben. So der so: Der deutsche Bodensee ist ein Kurzurlaubsziel, das dem Baden-Württemberg-Slogan – „Offizieller Partner der Sonne“ – alle Ehre macht. Eine Handvoll Tipps für Ihre Frühlingsreise in den südlichen Südwesten.

Die Bodenseeregion lockt noch bis 17. Juni mit Angeboten rund um die Bodenseegärten. Ob Orchideenausstellung auf der Insel Mainau, Setzlingsmarkt auf Schloss Wartegg auf Schweizer Seite, das Neue Schloss Meersburg, der Künstlergarten Hermann Hesse in Gaienhofen auf der Halbinsel Höri oder ein Abstecher an die Bayerische Riviera nach Lindau – die Pracht der vom milden Bodenseeklima begünstigten Vegetation wird Sie begeistern. Ganz sicherlich übrigens auch die Übernachtung im Hotel Gasthaus Hirschen, das genau auf der Spitze der Höri liegt – nur wenige hundert Meter zur Schweizer Grenze.

Die Festungsruine Hohentwiel ist mit neun Hektar Fläche nicht nur die größte Festungsruine in Deutschland; sie ist auch eine Aussichtsadresse par excellence. Von hier schweift der Blick über den Bodensee und die gegenüberliegenden sanften Hügel des Thurgaus bis zur Gipfelkette der Alpen. Der Hohentwiel ist ein wuchtiger Vulkanschlot, einer von vielen in der bizarren Vulkanlandschaft des Hegaus. Bereits anno 914 entstand hier die erste Burganlage. Seit dem 16. Jahrhundert war sie württembergische Exklave auf vorderösterreichischem Hoheitsgebiet. Die Trutzburg war Landesfestung, Staatsgefängnis und dem französischen Kaiser ein Dorn im Auge; 1801 ordnete Napoleon Bonaparte persönlich an, die Festung zu schleifen. Öffnungszeiten (1. April bis 15. September): täglich 9:00 bis 19:30 Uhr. Eintritt: 4 Euro.

Die katholische Wallfahrts- und Gemeindekirche Basilika Birnau grüßt von oberhalb der Bundesstraße B31, die von Meersburg nach Stockach führt, und gehört dem Erholungsorts Uhldingen-Mühlhofen an. St. Marien, so ihr eigentlicher Name, ist der österreichischen Zisterzienser-Abtei Wettingen-Mehrerau zugeordnet. Errichtet wurde Neu-Birnau zwischen 1742 und 1750 – sozusagen als Nachfolgerin einer ganz in der Nähe gelegenen Wallfahrtskapelle, die bereis im Frühmittelalter bestand. Weil sie von Überlinger Territorium umgeben war, drangen die Zisterzienser damals darauf, sie auf Klosterterritorium zu verlegen – gegen den heftigen Widerstand der Überlinger Bevölkerung.

Hohenlohe, Wo übernachten? Zum Beispiel im familiengeführten Nichtraucherhotel Strand-Café mit Zimmern direkt an der Seepromenade, dem beliebteste Teil von Meersburg.

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