Reisetipps für den Urlaub oder ein paar freie Tage zu zweit in Bayern

5. August 2012

Jagsthausen: Festivalsommer in der Götzenburg.

Sie war der Stammsitz des Götz von Berlichingen, dem Dichterfürst Goethe mit seinem gleichnamigen Drama ein Denkmal setzte: die Götzenburg in Jagsthausen, Hohenloher Land. „urlaub für 2 – aktuell“ empfiehlt Ihnen: Fahren Sie doch mal hin, am besten zu zweit, denn an diesem beliebten Schauplatz der Weltliteratur leben auch in diesem Sommer wieder die Burgfestspiele auf.  Doch wenn, sollten Sie sich kurzfristig entscheiden: Die aktuelle Saison mit ihrem Programm von Drama und Schauspiel bis zum Musik- und Kindertheater währt nur noch bis 19. August.

Unter der Intendanz von Heinz Kreidl haben sich die Jagsthausener Festspiele in ihrer 63. Spielzeit neben dem Götz unter anderem drei Hochkaräter der leichteren Muse vorgenommen: „The Blues Brothers“ (restliche Aufführungen: 9., 11. und 17. August; Inszenierung: Barbara Neureiter), „The Rocky Horror Show“ (10. und 18. August; Willi  Welp) sowie Ken Keseys Klassiker „Einer flog über das Kuckucksnest“ (8., 12. und 16. August), bei dem Heinz Kreidl selbst Regie führt. Vor authentischer Kulisse und unter freiem Himmel im Hof der Götzenburg entwickeln die abendlichen Aufführungen ihren ganz besonderen Reiz. Kulinarisch einstimmen kann man sich gleich nebenan. Angesichts der großen Nachfrage sollten Sie allerdings zügig ordern: Unter Telefon 07943 / 912345 sind für die Termine der kommenden Woche nur mehr einige wenige Tickets erhältlich.

Auf ein angenehmes Rundum-Paket mit kulinarischer Stärkung im Park und angenehmer Übernachtung muss selbstredend niemand verzichten.  Zu empfehlen wäre zum Beispiel das Hotel Nothwang im Ortskern des nahegelegenen Sindringen. Geschmackvolle Zimmer und eine von schwäbischen Spezialitäten geprägte Küche im hauseigenen Restaurant „Le Clochard“ lohnen den kleinen Ausflug im Kochertal.

Leider ist im Zusammenhang mit den Freilichtspielen auch von einem Unglücksfall zu berichten. Überschattet wird die aktuelle Saison vom tragischen Unfalltod eines Ensemble-Mitglieds: Bei einem Verkehrsunfall Anfang Juli kam die junge Maskenbildnerin Saskia Reese ums Leben. Das Festspiel-Ensemble reagierte mit einer bewegenden Geste: Nach der Premiere von „Einer flog über das Kuckucksnest“ verzichtete man auf die übliche Überreichung von Blumen an die Hauptdarsteller; statt dessen wurde die Bühne zum Ort stillen Gedenkens: Ein Strauß Rosen erinnerte an die verunglückte junge Frau.

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