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9. Februar 2024

Eine Entdeckung an der Burgenstraße: Kronach!

Eine vollständig erhaltene Stadtmauer, drei wildromantische Flüsse und malerische Altstadthäuser, die wie an einer Perlenkette aufgereiht an einem ihrer Ufer stehen – dies und so einiges mehr ist Kronach, eine der unbekanntesten Stadtjuwelen Deutschlands.

Gerade mal knapp 17.000 Einwohner groß, hat das oberfränkische Städtchen am Fuße des Frankenwalds tatsächlich einige Superlative zu bieten. Buchstäblich überragt werden sie alle von der Festung Rosenberg, einer der schönsten, größten und besterhaltenen Festungsanlagen Europas. Steil erhebt sich der einstige Sitz der Bamberger Bischöfe mit ihrem stark bewehrten Zugang über der Altstadt, deren höhergelegener Teil, die Obere Stadt, pure Idylle verströmt. Einfach nur zauberhaft ist ihr Ensemble aus Plätzen, Gässchen, Türmen und reichlich Fachwerk!

Nein, man muss kein extravaganter Städtetourist und Trouvallenjäger sein, um Kronach spannend zu finden. Die Stadt mit ihrem spätmittellalterlichen Charme ist eine Schau und unbedingt einen Besuch wert. Wo sonst findet man noch ein historisches Rathaus, das bis in die Zeit Wallensteins zurückreicht? 1583, in dem Jahr, in dem der spätere Oberbefehlshaber der kaiserlichen Truppen im Dreißigjährigen Krieg geboren wurde, ist es errichtet worden. Ihren prächtigen Festsaal und die frühere Markthalle, die heute als Veranstaltungsort dient, muss man gesehen haben.

Untrennbar verbunden ist der Name der Stadt mit ihrem berühmtesten Sohn – Lucas Cranach d. Älteren, einer der bedeutendsten deutschen Maler, Grafiker und Buchdrucker der Renaissance. Ihm verdanken wir zahlreiche Porträts, unter anderem der Reformatoren Martin Luther und Philipp Melanchton. Und wussten Sie schon, dass Lucas Cranach d. Ä., der mit den großen Malern Albrecht Dürer und Tizian freundschaftlich verkehrte, Ururgroßvater von Johann Wolfgang von Goethe war?

So viele Sehenswürdigen pro Quadratmeter – das ist typisch für Kronach. In einer von ihnen, dem historischen Pfarrhof von 1514, können Sie sogar logieren! Das gleichnamige Hotel sowie seine Dependancen „Zum Floßherrn“ und „Am Pförtchen“ beherbergen zusammen 41 luxuriöse Zimmer und Suiten.

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