Reisetipps für Bayern, Schwaben, Tirol, das Trentino und die Adria

16. September 2020

Bayerns Schönste unter den Schönen: das Fichtelgebirge!

Eigentlich hatte die Abstimmung des Bayerischen Fernsehens bereits Anfang Juli stattgefunden; doch so richtig Beachtung fand das Ergebnis nur im Norden des Freistaats: Denn nicht der Chiemgau oder das Allgäu ist in den Augen der BR-Zuschauer der schönste Fleck in Bayern, sondern – Überraschung! – das Fichtelgebirge. Der Bayerische Wald landete auf Platz 6.

So richtig beliebt ist das Mittelgebirge im bayerischen Norden dank seiner vielen Freizeitmöglichkeiten – Wanderwege und Biking Trails gibt es zuhauf. Darüber hinaus aber punktet die Region vor allem mit der Ursprünglichkeit ihrer Natur und mit traumhaften Ausblicken. Einer der schönsten bietet sich vom „Hausberg“ des Fichtelgebirges aus, dem Ochsenkopf. Eingerahmt von Warmensteinach, Fichtelberg und Bischofsgrün, ist er mit 1.024 Metern dabei allerdings nur die Nummer 2 – nach dem Schneeberg, der ihn um 27 Meter überragt.

Zum größten Teil liegt das Fichtelgebirge in Oberfranken; doch auch in die im Süden angrenzende Oberpfalz und bis hinein nach Tschechien erstrecken sich seine Ausläufer. Vier Flüsse entspringen in der fast vollständig bewaldeten Gebirgslandschaft, und alle ihre Quellen lassen sich gut erwandern: Saale, Eger, Naab und Weißer Main. Ihre hydrographische Kinderstube ist zugleich Teil der Europäischen Hauptwasserscheide zwischen Nordsee und Schwarzem Meer.

Im Landkreis Wunsiedel und damit mittendrin im Fichtelgebirge liegt Bad Alexandersbad, knapp 1.000 Einwohner klein. Ein einfacher Bauer namens Wolfgang Brodmerkel soll 1734 im Tal der Heuleite eine Heilquelle entdeckt und prompt mit deren Wasser sein Gichtleiden kuriert haben. Heute ist der Ort anerkanntes Mineral- und Moorheilbad.

Wandern könnten Sie von Bad Alexandersbad zum Beispiel zum Felsenlabyrinth der Luisenburg nach Wunsiedel, das nur gute drei Kilometer entfernt ist. Oder Sie verbringen einen entspannten Urlaubstag im Bürgerpark Katharinenberg. Dort erwarten Sie historische Gartenanlagen, ein Rotwildgehege, die weithin bekannte Falknerei mit ihren spektakulären Greifvögel-Flugvorführungen (täglich, außer montags) und der Bistro-Biergarten. Last but not least: Der Wildpark Waldhaus Mehlmeisel, in dem sich Luchse, Wildschweine, Hirsche und Auerwild, aber auch Füchse, Waschbären und Wildkatzen beobachten lassen.

Ja, Traumpanoramen bieten sich im Fichtelgebirge gleich von mehreren Gipfeln: So zum Beispiel von der Kösseine, einem auf 939 Meter aufragenden Granitmassiv südlich von Wunsiedel, von dem Sie einen grandiosen Blick über die Waldwogen des Hohen Fichtelgebirges genießen. Kurios: Auf der Kuppe des Berges steht man mit einem Bein in Franken und mit dem anderen in Altbayern. Einen tollen Blick haben Sie auch vom Prinzenfelsen zwischen Tröstau und Fichtelberg, auf dessen höchsten Felsenturm man über Treppen zum Aussichtsplateau gelangt. Und schließlich vom Haberstein, der sich am Fränkischen Gebirgsweg zwischen Luisenburg und der Kösseine erhebt. Sein Gipfelareal ist eine Felsburg aus Granit, die als Naturdenkmal geschützt ist.

Unsere Hotel-Übernachtungstipps für Bad Alexandersbad:
Das Hotel Alexandersbad (4 Sterne) und das auf booking.com als „Gästefavorit“ bewertete Landhaus am Forst. Mehr als eine Alternative ist die Ferienwohnung König Max gleich neben dem Markgräflichen Schloss, in dem sich das Heilbad von Bad Alexandersbad befindet.

Quellen:
br.de, wikipedia.de, google.de, badalexandersbad.de, falknerei-katharinenberg.de, booking.com

Dieser Artikel wurde 298 mal angesehen.
älterer Artikel neuerer Artikel