Reisetipps für den Urlaub in Bayern oder ein paar freie Tage zu zweit

26. Juni 2012

Bootswandern auf der Altmühl: Das entspannte Nahziel.

So beschaulich paddelt es sich auf der Altmühl …

Gemütlich paddeln und die beschauliche Landschaft an sich vorüberziehen lassen. Wer so etwas liebt, ist bei einer Altmühl-Tour bestens aufgehoben. Das verträumte Flüsschen, das unweit von Rothenburg ob der Tauber entspringt und bei Kelheim in die Donau mündet, macht es dank seiner langsamen Fließgeschwindigkeit auch Kanu-Anfängern leicht. Rund 72 Flusskilometer sind es vom mittelfränkischen Treuchtlingen bis ins oberbayerische Kipfenberg. Eine gemächliche Reise zum geographischen Mittelpunkt Bayerns.

Von Mai bis in den Frühherbst hinein ist die beste Zeit für Bootstouren auf der Altmühl. Dank seiner zentralen Lage und der guten Verkehrsanbindung an die Fernstrecken (Autobahn-Anschlussstelle „Altmühltal“, A 9) lässt sich die Region im Windschatten der Metropolen München, Nürnberg und Ingolstadt rasch erreichen. Ausgespart bleiben die Stress und Hektik. So ist die „herrliche unaufgeregte Urlaubsregion im Herzen Bayerns“ das ideale Urlaubsziel für zwischendurch.

Doch auch ein Kurzurlaub will vorbereitet sein: Um sich für ein paar Tage vom Büro auszuklinken, gilt es rechtzeitig einen lückenlosen „Fluchtplan“ auszuhecken: Informieren Sie sich vorab über den aktuellen Wasserstand der Altmühl – in heißen Sommern kann der Pegel deutlich sinken. Dann ist die Altmühl an manchen Stellen kaum mehr befahrbar.

Zweitens: Kontaktieren Sie einen Bootsverleih in Treuchtlingen. Zur Auswahl stehen der „Franken-Boot Bootsverleih“ oder die „Rad- und Bootsvermietung San-Aktiv-Tours“. Ein Zweier-Kajak oder ein Zweiter-Kanadier schlägt mit ca. 33 Euro zu Buche – bei einer Mietdauer von zwei Tagen.

Große Erfahrung als Kanute ist nicht erforderlich; dennoch sollten Tagesetappen eher großzügig bemessen sein. Und ebenfalls wichtig: Wer wenig Lust hat, an einem der Bootsrastplätze zu campieren, tut gut daran, sich rechtzeitig um eine Übernachtungsgelegenheit zu kümmern. Eine Reservierung in einem der zahlreichen Gasthöfe längs der Paddelroute empfiehlt sich.

Unser Tipp: Legen Sie Ihre Altmühl-Tour zeitlich doch so, dass Sie um den 10. bis 15. August in Kipfenberg eintreffen. Sozusagen synchron zum größten Fest der schmucken Marktgemeinde – dem Limesfest. Fünf Tage lang lässt man zu diesem Anlass in der Gemeinde zu Füßen der gleichnamigen Burg die Zeit wiederaufleben, in der die Altmühl die Nordgrenze des Rätisch-Römischen Reiches bildete. Selbst kulinarisch dreht sich dann alles um die Römerzeit. So tischt etwa der Gasthof „Zum Limes“ in Kipfenberg Spezialitäten auf, die vermutlich schon im einstigen Weltreich auf die „tabula“ kamen. Kipfenberg bietet in ihrer Umgebung sehr gut erhaltene Relikte des rätischen Limes, der bis rund ums Jahr 260 n. Chr. Bestand und heute UNESCO-Kulturerbe ist. Hauptattraktion: ein Wachturm aus Holz, der im Original nachgebaut wurde.

Unbedingt vormerken sollten Sie sich schon mal Mittwoch, den 15. August – „Mariä Himmelfahrt“, in Bayern ein Feiertag und zugleich der Ausklang des Limesfestes. Dann findet der traditionelle Frühschoppen am Geißbrunnen statt.

Daneben gibt es – bei 5 bis 7 km/h – entlang der Strecke natürlich noch viele weitere interessante Dinge zu sehen. Naturschönheiten wie die „Zwölf Apostel“ bei Solnhofen zum Beispiel gehören dazu. Oder die „Gungoldinger Wacholderheide“. Zudem natürlich die zahlreichen romantischen Städte, Dörfer und Märkte, Biergärten und Gasthäuser, die Sie auf Ihrer Tour durch den Naturpark Altmühltal passieren. Spritzigen Spaß versprechen die Bootsrutschen Hagenacker und Hammermühle. Gelegenheit zum Landgang bietet das Barock- und Universitätsstädtchen Eichstätt mit seiner eindrucksvollen Architektur.

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