Reisetipps für Bayern, Schwaben, Tirol, das Trentino und die Adria

18. Dezember 2015

Die Zeugenbergrunde – Ihr Premium Warm-up in die Wandersaison 2016.

Er ist über 48 Kilometer lang und kann sich mit diversen Auszeichnungen schmücken: der Rundwanderweg „Zeugenbergrunde“, auf dem Besucher die landschaftlichen und urbanen Reize der Großen Kreisstadt Neumarkt in der Oberpfalz buchstäblich erwandern können. Beschauliche Passagen in malerischer Landschaft wechseln mit fordernden Steigungen, die den Wanderer für das Mehr an Puste mit weiten Panoramen und einladenden Gasthöfen entlohnen. Haben Sie für Ihren Frühjahrsurlaub zu zweit schon was vor? Nein? Dann ab in die Pfalzgrafenstadt!

Schon dreimal bekam die nach den markanten Erhebungen im Westen der Stadt benannte Fernwanderstrecke das Zertifikat „Qualitätsweg wanderbares Deutschland“ zugesprochen. Seit bald einem Jahr gehört sie nun auch dem Who is Who der europäischen Top-Wanderwege an. Als einer von nur sieben Pfaden auf dem Kontinent trägt die Neumarkter Strecke das Siegel „Leading Quality Trail – Best of Europe“. Leicht erreichbarer Wandergenuss für alle, die sich die prosperierende Einkaufs-, Wirtschafts- und Kulturstadt im Herzen Bayerns schon längst mal aus der Nähe ansehen wollten. Denn ob Radtour am historischen Rhein-Main-Donau-Kanal, ein Besuch des international renommierten Lothar-Fischer-Museums oder ein Abschlag auf einem der fünf Golfplätze rund um die Stadt – Neumarkt macht seinem Slogan „Starke Stadt“ alle Ehre.

Die Zeugenbergrunde rings um die burgbewehrte Pfalzgrafenstadt gliedert sich in vier Etappen, ihre kürzeste misst gerade mal sechs Kilometer. Als logistisch idealer Ausgangspunkt für alle Touren empfiehlt sich der Gasthof Almhof in Höhenberg, oberhalb von Neumarkt. Von hier bietet sich die Chance, direkt in die erste Etappe der Zeugenbergrunde einzusteigen. Sie führt von Höhenberg über die in jüngster Vergangenheit umfassend restaurierte Burgruine Wolfstein, eine ehemalige Adelsburg aus dem 12. Jahrhundert mit begehbarem Bergfried, via Labersricht weiter nach Fuchsberg und zurück nach Höhenberg.

Etappe 2 ist die ruhigste aller Strecken. 14,6 Kilometer lang, führt sie von Höhenberg über die Hasenheide zum Buchberg. Auf Ihrem abwechslungsreichen Weg querfeldein kommen an einer bemerkenswerten Klosterkirche vorbei, durchqueren Buchen-Robinien-Mischwälder, treten auf einem genussvollen Pfad ins Freie und können im Ortsteil Hasenheide mit ein wenig Glück Pflanzen und Insekten beobachten, wie es sie in Deutschland nur noch ganz selten zu bestaunen gibt.

Am anderen Ende der Kernstadt angelangt, präsentiert sich Ihnen eine völlig andere Szenerie. Achten Sie auf die Wegweiser zum Alten Ludwigskanal und folgen Sie den Treidelpfaden entlang der schmalen historischen Wasserstraße, die im 19. und 20. Jahrhundert die Donau bei Kelheim mit dem Main bei Bamberg verband – als Teil der schiffbaren Verbindung zwischen Nordsee und Schwarzem Meer. Das Etappenziel, der knapp 600 Meter hohe Buchberg, ist der wuchtigste und imposanteste aller Zeugenberge. Aus seinen kleinen Steinbrüchen, so vermutet man, wurde der Eisenstandstein geschlagen, mit dem gotische Steinmetze in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts das St. Johannes Münster errichteten. Heute liegt es in unmittelbarer Nachbarschaft des städtischen Rathauses.

Runde drei startet ebenfalls in Höhenberg und geht über den Mariahilfberg nach Lähr und weiter nach Weichselstein und Helena, und von dort zurück nach Höhenberg. Die vierte Wanderstrecke schließlich lädt ein auf den sogenannten „Vier-Elemente-Weg“. Ab Höhenberg gelangen Sie über die Sturmwiese zum Hinteren Fuchsberg und weiter zum alten Steinbruch, ehe es wieder zurück auf den Höhenberg geht.

Wo übernachten? Am besten natürlich gleich dort, wo der Wanderweg quasi an der Haustür vorbeiführt! Unser Tipp: Quartieren Sie sich doch im 4-Sterne-Landgasthaus Almhof AlmRefugio in Höhenberg ein, von wo sich Ihnen ein toller Blick auf das Neumarkter Becken bietet. Übrigens: Wenn es kein Hotelzimmer sein muss, sollten Sie unbedingt die Ferienwohnung „D’Walnussklausn“ in Erwägung ziehen.

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